Prognostische Implikation einer retrokruralen Lymphknotenbeteiligung durch (18) F-FDG PET / CT bei Patienten mit Gebärmutterhalskrebs

Ziele: Die Lymphknotenbeteiligung bei Gebärmutterhalskrebs ist ein Hinweis auf eine schlechte Prognose und das Risiko steigt tendenziell mit dem Grad der Lymphknotenbeteiligung. Die spezifische prognostische Signifikanz der retrokruralen Lymphknotenbeteiligung wurde jedoch aufgrund ihrer geringen Größe und tiefen Lage nicht gut charakterisiert. Ziel dieser Studie war es, ihren prognostischen Wert zu bewerten.

Patienten und Methoden: Insgesamt 217 Patienten mit neu diagnostiziertem Gebärmutterhalskrebs der International Federation of Gynecology and Obstetrics (FIGO) im Stadium IA2-IVA wurden retrospektiv aufgenommen. Alle Patienten hatten sich einer Vorbehandlung unterzogen (18)F-Fluorodeoxy-D-glucose ((18)F-FDG) PET / CT. Von diesen Patienten wurden 145 mit gleichzeitiger Radiochemotherapie behandelt, und in dieser Gruppe untersuchten wir den Zusammenhang der retrokruralen Lymphknotenbeteiligung mit dem Risiko des Fortschreitens der Krankheit.

Ergebnisse: Retrokrurale Lymphknotenbeteiligung wurde bei 7,4% der Patienten beobachtet (16/217). Alle hatten eine paraaortale Lymphknotenbeteiligung und 56% der 16 Patienten (9/16) hatten eine gleichzeitige supraklavikuläre Lymphknotenbeteiligung. Bei den Patienten, die gleichzeitig mit einer Radiochemotherapie behandelt wurden, wurde festgestellt, dass das progressionsfreie Überleben umso schlechter war, je höher der Gehalt an (18) F-FDG-positiven Lymphknoten bei ihnen war (keine vs. Becken, Becken vs. Para-Aorta, para-Aorta vs. retrokrural; P < 0,05); Es gab jedoch keinen Unterschied im Progressionsergebnis zwischen retrokruralen und supraklavikulären Bereichen (P = NS). Bei der multivariaten Cox-Proportional-Hazard-Analyse war das höchste Niveau von (18)F-FDG PET / CT-positiven Lymphknoten in der Paraaorta retrokrural (HR 17,05, 95% CI 5,34-54.44) und supraklavikuläre Bereiche (HR 19,56, 95% KI 7,15-53,54) war ein signifikanter prognostischer Faktor.

Schlussfolgerung: Die höchste Lymphknotenbeteiligung in paraaortalen, retrokruralen und supraklavikulären Bereichen war ein signifikanter prognostischer Faktor für das Fortschreiten bei Patienten mit Gebärmutterhalskrebs, die gleichzeitig mit einer Radiochemotherapie behandelt wurden. Die retrokrurale Lymphknotenbeteiligung zeigt ein ähnliches Ergebnis wie die supraklavikuläre Beteiligung, führt jedoch zu einem schlechteren Ergebnis in Bezug auf die Progression im Vergleich zur paraaortalen Lymphknotenbeteiligung.

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